Samstag, 24.06.2017

Barcelona 2009, Comenius-Austausch

Im Herbst 2009 machten sich eine Gruppe Schüler und zwei Lehrer auf, die katalanische Hauptstadt zu besuchen. Es handelte sich um einen Gegenbesuch, denn die Spanier waren einige Monate vorher schon in Speyer gewesen. Nach sechs Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit an verschiedenen Comenius-Projekten mit den Kollegen in Barcelona war dies nun der letzte Besuch, weil nun wieder neue Partnerschulen zum Zuge kommen sollten. Für uns Lehrer war dieser Besuch so, als ob man alte Freunde wiedersehen würde, und auch unsere Schüler sahen ihre Gäste vom ersten Besuch wieder und waren nun ihrerseits Gäste. Die Stimmung unter den katalanischen und deutschen Schülern war ausgesprochen freundschaftlich, ja herzlich.

Außer uns Deutschen waren noch eine italienische und eine belgische Gruppe da, was wieder zu dem typischen multinationalen Flair der Comenius-Begegnungen führte.
Wie immer gab es tagsüber einen touristischen und einen mit Comeniusaufgaben versehenen Teil. Zum touristischen gehörte der immer wieder faszinierende Besuch der Sagrada Familia und ein Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten der weitläufigen Altstadt Barcelonas, der für einige Schüler eine körperliche Grenzerfahrung darstellte.
Zum offiziellen Programm zählte die Präsentation der in den Heimatländern angefertigten Comenius-Projektbeiträge. Dies fand in großem Rahmen unter Anwesenheit aller beteiligten Schüler und Lehrer und vieler katalanischer Gäste statt. Die Präsentation unserer Schüler bezog sich auf europäisch relevante Themen wie zum Beispiel die „Bologna-Universitätsreform“. Die gemeinsame Präsentationssprache war das Englische und unsere Schüler machten eine sehr gute Figur dabei, gerade auch im internationalen Vergleich.

Interesssant waren auch Arbeitsbesuche bei Institutionen in Barcelona. Es wurde eine Sozialeinrichtung besucht, die Projekte mit Jugendlichen plant und durchführt, um sie gesellschaftlich zu integrieren. Außerdem wurde das Regionalparlament der katalanischen Hauptstadt, Abteilung Kulturarbeit, besucht. Es gab einen Vortrag und eine Diskussion, die auf der Möglichkeit, Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten, beruhte. Während dieser Diskussion wuchs der Respekt vor den Englischkenntnissen unserer Schüler weiter.
Insgesamt war der Besuch in Barcelona wieder sehr interessant und allein die Möglichkeit, Schülern die Erfahrung eines Auslandsaustausches zu ermöglichen,  rechtfertigt den größten Arbeitsaufwand.

Matthias Schulz, Spanischlehrer