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Freitag, 20.10.2017

Das neue Projekt: BION - BELIEVE IT OR NOT (2012 - 2014)

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Woran glauben die Europäer, und für welche Werte machen sie sich stark? Im Rahmen des Projektes wollen die Partnerschulen nicht nur diese Fragen beantworten, sondern es geht auch darum, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu vergleichen. So werden religiöse, aber auch säkulare Wertvorstellungen in Befragungen untersucht, und der Blick auch die Erscheinungsformen von Religion in der Architektur, Musik, Kleidung, in Mythen und Legenden gerichtet.

Natürlich werden in erster Linie die Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen der acht Partnerschulen an der Untersuchung beteiligt sein, aber auch ihre Familien (auch die Großeltern) werden mit ihren Erfahrungen zum Ergebnis beitragen. So wird schließlich eine Zusammenschau entstehen, die sich mit dem Glauben und den Werten unterschiedlicher Generationen auseinandersetzt und gleichzeitig den Fokus auf acht in alle Himmelsrichtungen über Europa verteilte Länder richtet.

 

Partnerschule
Begrüßung
Alles gut vorbereitet!
Arbeit am Projektantrag

Unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten der Partnerschulen werden beispielsweise historische Pilgerrouten einbezogen (z.B. in Tschechien, Spanien und in Speyer), neuzeitliche Pilger werden hinsichtlich ihrer Motive für die Pilgerreise befragt.

Wie Glaubensvorstellungen in Architektur umgesetzt werden, kann an allen Orten der Partnerschulen erlebt werden. Hier werden wir auch versuchen, Gründe dafür zu finden, dass an manchen Orten neue Orte für religiöse Gemeinschaften entstehen, gleichzeitig aber anderswo Kirchen schließen müssen.

Wir werden auch vergleichen, mit welchen Riten, Speisen und Musik religiöse Feste (besonders Weihnachten und Ostern) an den Orten der Partnerschulen gefeiert werden. Auch das Leben und Wirken von Schutzheiligen und für die einzelnen Regionen typische Legenden können im Vergleich zu interessanten Ergebnissen führen.

Spannend wird auch eine Untersuchung von säkularen Handlungen sein, die die Religion im traditionellen Sinne ersetzen. Welche Ersatzreligionen haben Europäer heute: elektronische Unterhaltung, Esoterik oder Konsum?

Durch die Projektarbeit werden sich die Schüler ihrer eigenen Glaubens- und Wertevorstellungen und ihrer historischen Wurzeln bewusst. Im Austausch mit den Schülern der Partnerschulen entwickeln sie Verständnis und Toleranz für andere religiöse Überzeugungen und entdecken, was sie alle verbindet.

Schüler mit Migrationshintergrund können in besonderer Weise das Projekt bereichern, da sie eine andere religiöse Sozialisation einbringen. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert die Integration. Die Arbeit am Projekt wird also auch innerhalb der Einzelschulen für mehr Verständnis sorgen und sich positiv auf das Schulklima insgesamt auswirken.

Natürlich werden unsere Schüler auch dazu motiviert, Fremdsprachen (Englisch, Spanisch) mit größerem Eifer zu lernen, denn sie erkennen, welche Möglichkeiten sich dadurch im zusammenwachsenden Europa ergeben. Ebenso werden die Schüler ihre Kenntnisse in der Nutzung von modernen Medien erweitern, Präsentationstechniken erlernen und erfahren, dass man hohe Ansprüche an sich stellen muss, um gemeinsam zu einem guten Ergebnis zu erlangen. Nur so kann das geplante gemeinsame Buch mit der Darstellung aller Arbeitsergebnisse am Ende des Projektzeitraums gelingen.

Zum Abschluss der gemeinsamen Arbeit wird es ein großes Treffen an der Partnerschule in Speyer geben, das maßgeblich von den Schülern mitgestaltet wird: Hier werden Vertreter aller großen Glaubensgemeinschaften zu einer Podiumsdiskussion geladen. Gemeinsame Feste, ein "Poetry Slam", Musik- und Theaterdarbietungen und die Ausstellung der Projektergebnisse runden das Projekt ab.

 

Und noch mehr dazu ... in den News vom 19.08.2012.