Sie sind hier: Startseite / Projekte / Comenius / BION - Believe it or not! / BION - Wales
Samstag, 29.04.2017

14. - 19. Mai 2013: Comenius-Besuch in Llangollen, Wales

Bei unserem Treffen in Wales wollten die Schüler aus den beteiligten Ländern ihren Mitschülern deutlich machen, welche Formen die Religion bei ihnen entwickelt hat.

 

Welche Sagen und Legenden hat unser Glaube in verschiedenen Ländern und Regionen  hervorgebracht? Mit welchen Mythen und Legenden sind wir aufgewachsen? Das war das Thema unseres Comenius-Treffens in Wales.

 

Als Pfälzer haben wir uns die Blondel-Sage über die Gefangenschaft Richards  II. von England auf der Burg Trifels ausgesucht, dazu ein kleines szenisches Spiel geschrieben und für unsere Partnerschulen eingeübt.

 

Wir waren sehr neugierig auf die Beiträge aus den anderen Ländern, besonders auch auf das Programm der Waliser, die uns am reichhaltigen Mythenschatz ihrer Region teilhaben lassen wollten.

 

Am 14. Mai ging es dann los, direkt von der Schule zum Flughafen Frankfurt. In Llangollen wurden wir von sehr netten Gastfamilien in Empfang genommen. Den folgenden Tag verbrachten wir in der Dinas Bran Schule und erlebten einen spannenden Schulalltag an einer Waliser Schule mit Schuluniform, Kantine, zahlreichen Sportstätten und Nachmittagsunterricht für alle Schüler. Herr Bütikofer und Frau Kanthak nutzen den Nachmittag für einen Ausflug zum Haus der Ladies von Llangollen.

 

Das eigentliche Programm begann dann am Donnerstag. Inzwischen waren auch die Delegationen der Partnerschulen aus Spanien, Italien, Tschechien, Estland und Rumänien eingetroffen. Nur die türkischen Lehrerinnen und Schüler hatten kein Visum erhalten und fehlten leider.

 

Vor der Schule wartete ein großer Bus, und los ging es durch das hügelige und landschaftlich wunderschöne Nordwales zur Pennant Melangell, das ist eine kleine Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Wir erfuhren alles über die Legende von Saint Melangell und dem Hasen.

 

Weiter ging es dann zum Coleg y Bala – The Children and Youth Centre of the Presbyterian Church of Wales. Hier konnten wir einer anglikanischen Pfarrerin und zwei engagierten Presbyterianern Fragen stellen, die wir von zu Hause mitgebracht hatten, und waren überrascht über manche ehrliche Antwort. Über viele kurvige Straßen fuhren wir nun nach Beddgelert, wo uns eine wallisische Schülerin die Sage von Gelert und seinen treuen Hund erzählte. Später besuchten wir auch sein Grab.

 

Auf der Rückfahrt konnten wir sogar einen kleinen Blick auf den Snowdon erhaschen, den höchsten Berg von Wales.

 

Am Freitag war dann der große Präsentationstag in der Schule. Wir wurden sehr förmlich, aber wirklich herzlich von der Schulleiterin begrüßt und verlasen anschließend Friedensbotschaften in allen vertretenen Sprachen.

 

Ein bisschen nervös waren wir, als wir unsere Präsentationen “Myths and Legends” aufführen sollten, aber dann klappte es doch überaus gut und wir wurden kräftig gelobt. Der gemeinsame Drama-Workshop war dann für uns alle wunderschön und hat aus uns Schülern aus sieben verschiedenen Ländern eine Gruppe gemacht. Auch die Wanderung zur Dinas Bran Burg war eine Gelegenheit, dass wir uns alle besser kennen lernen konnten.

 

Besonders gerne denken wir an das Picknick auf luftiger Höhe zurück, nachdem wir den Aufstieg - vorbei an vielen Schafen - hinter uns gebracht hatten.

Viel zu schnell kam der Samstag, unser letzter Tag. Unsere Gastgeber führten uns durch die mächtige Kathedrale von Chester, ein bisschen Zeit hatten wir noch zum Einkaufen und dann standen noch kleine Abschiedspartys auf dem Programm.

Der Abschied von unseren fürsorglichen Gastfamilien und dem malerischen Llangollen ist uns nicht leichtgefallen.