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Samstag, 19.08.2017

Texte der Klasse 9b (Schuljahr 2010/11) zum Thema "Skaten" (Lehrerin: Annika van der Koelen)

Skaten am Dom

Es wird Sommer. Die Skater pilgern zum Dom, dem Skateplatz Nummer 1 in Speyer. Doch wer trägt den Schaden an einer so großen Glaubensreise? Ein Kioskbesitzer beschwerte sich über den Lärm der gläubigen Skater. Seine Kunden würden durch den Lärm der aggressiven Pilger verjagt werden. Außerdem entsteht bei den religiösen Festen am Abend viel Müll und dort kann es auch mal zu gewaltsamen Auseinandersetzungen über die richtige Auslegung des Glaubens kommen. Nun will die Stadt das Skaten am Dom verbieten. Doch lässt sich ein so atheistischer Akt rechtfertigen und kann das den Glauben der Skater verändern? Und ist das wirklich alles Schuld der Skater? Schon oft hat man den Gläubigen die Schuld in die Schuhe geschoben. Wie groß das Märtyrertum der Skater sein wird, lässt sich jetzt noch nicht sagen.

Paul Wendling, 9b

 

Speyerer Lebensgefühl total vermiest

 Stadt und Kirche sind gegen Skater, wollen sie gar nicht mehr auf dem Domplatz haben. Vertreiben damit nicht nur die Jugendlichen sondern auch die Touristen und zerstören das beliebte Feeling Speyers.

Schulende in Speyer, endlich Zeit zum Entspannen. Und wie geht das wohl am besten? Klaro! Kumpels abholen, Skateboard schnappen und ab zum Domplatz. Sehen und gesehen werden. Tricks üben, Menschen beeindrucken, einfach abschalten und mit seinen Freunden zusammen Spaß haben. Speyerer Lebensgefühl pur!

Schon kommen die ersten Interessierten, Einheimische, aber auch viele Touristen, kleine Kinder an Händen von den Müttern beobachten das Geschehen, quasi die Heiligen auf den Brettern vor dem Dom. Alle bleiben stehen, bewundern die Skater, setzen sich draußen ans Kiosk nur um noch mehr abgefahrene Tricks zu sehen. Total gute Stimmung, geiles Wetter, wären da nicht die Nervensägen, Vertreter der Stadt und der Kirche, denen die Skater ein Dorn im Auge sind. Die sie einfach nirgends sehen wollen, behaupten, sie hätten ein Rad ab und sie für durchgeknallt halten. Kommen, schreien die Jugendlichen schon von weitem an, fordern sie auf, endlich zu verschwinden. Entschuldigung, aber hab ich da was falsch verstanden? Der Domplatz ist doch wohl für die Öffentlichkeit und kein Privatgelände. Na ja, was soll man dagegen machen? Hört man eben auf zu trainieren, wartet bis die paar Meckerziegen und Spaßverderber bei einem sind und massenweise Vorwürfe auf einen herunter prasseln. Seht ihr nicht, was für einen Müll ihr verursacht? Lasst eure Müllberge einfach herumliegen, habt wohl kein Umweltbewusstsein; dabei lag der ganze Dreck schon vorher. Dann ist kurz Stille. Warten auf eine vernünftige Antwort. Sagt man die Wahrheit, dass man diese sogenannten „Müllberge“ nicht dort hinterlassen habe, kommt gleich ein höhnisches „Hahaha, klar, das soll man jetzt noch glauben“. Und weiter geht’s. Mit riesigen Froschaugen brüllt man die Skater an, dass sie mit ihrem Brettern auf vier Rollen einen höllischen Lärm verursachen und das neben einer Kirche, einem heiligen Ort der Ruhe und Stille. Dort sind sie ganz sicher nicht erwünscht. Klar denkt man sich! Grad weil man ein Skateboard in der Kirche hört. Außerdem schreien Skater ja auch nicht auf dem Domplatz herum und verscheuchen auch keine Touristen. Ja ja, die ganzen Leute, die stehen geblieben sind, schauen nur noch entgeistert, schütteln den Kopf und gehen weiter, da kein Skateboarder mehr seine Tricks vorführen kann und sie das geliebte Speyerer Feeling, dass sie so sehr lieben, durch solche Brüllaffen nicht mehr fühlen können und von so einem übertriebenem Aufstand auch noch schlechte Laune bekommen. Noch einmal bekommt man ins Gesicht gesagt, dass man doch nun endlich verschwinden solle oder sonst die Polizei, unser Freund und Helfer, gerufen werde. Also gut, dann gibt man eben nach, geht und kann eben sein Hobby für diesen Tag hier nicht mehr verfolgen. Man ist deshalb erst mal schlecht gelaunt, bekommt dann aber noch ein Lächeln von den verbliebenen Zuschauern. „Bravo, Bravo“, rufen diese, recken den Daumen hoch, die Bestätigung, das die Skater einem auch heute wieder ein Stück vom Speyerer Lebensgefühl und Jugend gegeben haben und man ihnen immer wieder gern zuschaut. Ein super Gefühl! Touristen kommen unter anderem wegen Skatern und gehen wegen den Gegnern von ihnen. Sie schauen diese nur an und lachen, sind verwundert darüber, dass so ein paar Jugendliche sie so auf die Palme bringen können. Wie sie mit hochrotem Kopf, wie wutentbrannte Tiere, warten, bis alle verschwunden sind, dann noch unauffällig eine leere Dose fallen lassen. Nun gehen auch die letzten verbliebenen Besucher des Kiosks, die jetzt schön mit Staub eingesaut sind. Da fragt man sich schon, wer hier Touristen vertreibt, Müllberge auf dem Platz hinterlässt und eigentlich ein Rad ab hat?

 Katharina Zirker, 9b

 

Störfaktor auf vier Rollen?

 Ständig wird sich über die Jugend von heute aufgeregt. Die Kinder würden die Zeit nur noch zum Zocken an Spielkonsolen vergeuden und nach und nach verblöden, immer mehr Fett ansetzen, zu selten an die frische Luft gehen. Aber sobald sich die Jugend einen Platz sucht, um Sport zu treiben, fit zu werden und ihren Körper voll mit frischer Luft zu tanken, sich zu treffen und Spaß zu haben, wird nichts weiter als gemeckert.

 Die Skater-Jugend Speyers ist wütend. Seit einem halben Jahr will man sie nicht mehr, es wird sich aufgeregt. Wie Schmeißfliegen sollen sie vertrieben werden. Sie sind fehl am Platz und nicht mehr erwünscht. Die Bretter mit den vier Rollen seien zu laut und würden nur nerven. Der Krach sei nicht auszuhalten. Arme Leute. Müssen sie sich neben den schrecklich lärmenden Autos und dem Lachen der Kinder auch noch das viel zu laute Rollen der Skateboards anhören und beim Trinken und Essen am Kiosk gestört werden?! Hallo? Da kann man nur noch lachen.

Was ist eigentlich mit dem schon mittlerweile entstandenem "Skate-Tourismus"? Wieso vergisst man diesen? Die spektakuläre Akrobatik wird dann mit offenen Mündern begafft. Oft, wenn Kinder mit Omas, Opas, Mamas oder Papas vorbeikommen, wollen sie diese beobachten. Hier wird ein Schauspiel geboten, eine der Attraktionen, die Speyer berühmt machen. Aber dieser Tourismus wird vergessen. Hauptsache man hat irgendetwas zu meckern. Anstatt die vielen komplizierten Tricks zu bestaunen, wird die kostbare Zeit mit Beschwerden vergeudet.

Und außerdem: Ist Speyer nicht die Stadt des Sports? Vor drei Jahren hat man sich den Titel hart erkämpft. Und jetzt ist er nichts mehr wert? Nicht weit neben dem beliebten Treffpunkt, um den es hier geht, sieht man das Schild "Deutschlands aktivste Stadt". Und diese setzt sich noch nicht einmal für Sport ein?! Skaten ist genauso wichtig wie Fußball, Handball oder Basketball und sollte gefördert werden!

Die angebliche Ausweichmöglichkeit, der Skatepark in Speyer-Nord, ein Treffpunkt jenseits der Stadtmitte, ist niemals so toll, wie er von der Stadt immer übertrieben beschrieben wird. Denn es muss sicherlich etwas stören, wenn selbst ein Domplatz geeigneter ist. Voran, die schlechte Lage.

Da vergeht einem ja die Lust am Sport.

Na dann, dann bleiben eben die Vorurteile gegen Jugendliche. Tja, es lebe die Veränderung!

Helen Stanzl, 9b

 

Wo bleibt der Spaß für Jugendliche?

Je näher der Sommer kommt, desto voller wird es auch in unserer Stadt. Das liegt aber nicht allein nur an den Massen von Touristen, sondern vor allem auch an uns Jugendlichen. Die meisten gehen bei diesem Wetter raus und gehen ihren Hobbys nach. Dabei spielt Skaten eine wichtige Rolle. Nun will man uns das beliebteste Hobby verbieten. Das ist doch bescheuert, werden sich die meisten denken. Wir würden die Touristen verscheuchen und damit würden der Stadt Speyer Einnahmen flöten gehen, so heißt es. Derweil gibt es sogar nicht wenige Touristen, die sich gern an einen sonnigen Platz setzen und die Jugendlichen beim Skaten begaffen. Also sollte das wohl nur ein Witz sein. Dass der Domplatz noch am besten zum Skaten geeignet ist, scheinen manche Leute auch nicht verstehen zu wollen. Aber wo sollten die Jugendlichen denn sonst ihrem Hobby nachgehen? Der Skatepark in Speyer-Nord soll zwar auch ganz gut sein, jedoch ist er für manche einfach zu weit weg. Die Leute sind schon arm dran, wenn sie sich jetzt auch noch über den Lärm beschweren, die die Bretter auf vier Rädern verursachen. Im Gegensatz zu dem Autolärm, den vielen Touristen und den zahlreichen Straßenmusikern, muss dieses Geräusch ja alles übertönen, wenn manche Leute sogar schon darüber meckern.  Viele erinnern sich bestimmt noch an „Mission Olympic“ im Jahr 2006. Damals wurde ganz Speyer aufgefordert, Sport zu treiben. Nun könnte man sich doch mal ein Herz fassen und den Lieblingssport der Jugend unterstützen. Aber Pustekuchen! Bis jetzt hat man von einer Förderung noch überhaupt nichts gemerkt.

Als Vorschlag von uns: Wie wär’s denn mit einem zentralen Skatepark in Speyer?  Wobei, am Ende heißt’s eh wie so oft: Wir müssen sparen, wo es geht. Koste es was es wolle!

Jasmin Slupina, 9b

 

Fast Sommer. Hitze. Sonne. Sonnenschein. Mehr Leben kehrt endlich in die Stadt ein. Auch die Skater sieht und hört man wieder auf den Speyer’er Straßen. Selbst wenn es nicht jedermanns Hobby ist, die Skater fahren ihr Skateboard mit Leidenschaft!  Der beliebteste Treffpunkt für sie ist der rechte Patz beim Dom. Der Boden ist perfekt und es gibt auch die eine oder andere Rampe.

Doch letztes Jahr überschlugen sich die Ereignisse!! Die Kirche alarmierte die Polizei!

Und das nur, weil es Beschwerden wegen Ruhestörung gab. Jetzt aber mal ernsthaft, Ruhestörung? Man sollte sich lieber darum kümmern, die Straßenmusiker zu vertreiben, die pausenlos ihre Töne lautstark neben Eiscafés wiedergeben, obwohl man eigentlich nur seinen Eisbecher essen möchte.

Der Kioskbesitzer, der sein Geschäft nur wenige Meter neben dem Platz hat, schiebt seine leeren Plätze draußen auf die Skater. Da hat er aber selbst dran schuld, denn die Skater sind schon länger an diesem Platz wie der Kiosk! Außerdem gewinnt er viele Kunden dazu, da sich auch viele für die Tricks interessieren.

Aber warum ist der Domplatz beliebter als der Skatepark Speyer-Nord? Das ist recht simpel. Welcher normale Mensch geht mehr als eine Stunde von der Innenstadt in das letzte Eck von Speyer, wenn er einen prima Skate-Ort direkt vor seiner Haustür hat?

Wir bitten die Stadt darum, den Skatern ihr Hobby zu lassen, denn ihr wollt doch nicht, dass sie lästige Straßenmusiker werden!

Thomas Wydra, 9b

 

Der Domplatz und seine Skater – Ein Herz und eine Seele!

Der Platz neben dem Speyrer Dom ist seit mehreren Jahren ein beliebter  Ort zum Skaten. Mitten im Stadtzentrum, von vielen Leuten beobachtet, genießen die Skater es, ihr Können unter Beweis zu stellen und ihre Tricks zu üben, aber auch ein wenig angeben zu können. Die halbe Jugend trifft sich Freitagabend am Dom. Und jetzt soll es plötzlich heißen: „Weg vom Dom, ihr stört und nervt!“

Da stellt sich einem die Frage, wieso eigentlich? Was haben sie denn verbrochen?

Der Bischof beschwert sich darüber, dass zu viel Lärm gemacht wird und dass dies neben einer Kirche, wie dem Dom, einfach nicht gestattet sei, da Besucher in der Kirche ihre Ruhe haben möchten. Doch jetzt mal ganz ehrlich, die Touristen und die vielen Menschen die sich in einer Innenstadt aufhalten, zusammen mit den vielen Autos, die ebenfalls am Dom vorbeifahren, machen doch mit Sicherheit mehr Lärm und Krach, als das „Geratter“ eines kleinen Skateboards? Und dann heißt es auch noch, die ganzen Touristen werden durch die Jugendlichen vertrieben. Doch viele Leute haben Spaß dabei  den Skatern bei ihren Tricks zu zuschauen und setzen sich einfach dazu und lassen sich begeistern, denn wenn man mal genau hinschaut, haben die echt  richtig was drauf.  Das ist nicht einfach ein „Hin- und Hergefahre“, nein, sondern die Skater haben wirklich was zu bieten. Und mittlerweile gehören diese doch eigentlich schon zum Stadtzentrum Speyers dazu. Denn der Domplatz ist für die vielen Skater schon bekannt.  Doch auch der Kioskbesitzer hatte etwas zu meckern.  Die Skater würden ihm im Außenbereich durch den ganzen angeblichen Krach und Müll die Kunden vertreiben.  Aber vielleicht sollte man es mal von der anderen Seite betrachten. Möglicherweise sind  ja gerade die ganzen Skater dafür verantwortlich, dass es die Menschen gerade zum Kiosk des Domplatzes hinzieht? Das Skaten ist ein beliebtes Hobby von den Jugendlichen und sie haben dabei mächtig Spaß, wieso sollte man ihnen diesen Spaß rauben? Sie möchten gesehen und gehört werden und da sind sie am Domplatz im Stadtzentrum Speyers nun mal genau an der richtigen Stelle. Ja, vielleicht ist der Domplatz ja mittlerweile auch beliebt für die ganzen Skater? Da stellt sich nun die Frage, sollte man den Spieß nicht eigentlich umdrehen? Vielleicht kommen ja genau wegen ihnen so viele Menschen an den Dom, um sie zu sehen und sich von ihnen begeistern zu lassen? Wie wäre es denn mal mit einem Dankeschön, anstatt den vielen Beschwerden? Ein höfliches Bitte, käme sicher auch zurück.

Diana Betz, 9b

 

Quo Vadis, Domkultur ?

Stören die Skater am Dom wirklich so sehr, dass sogar die Polizei die Situation regeln muss ?

Da stellt man besser die Hörgeräte auf leise und geht auf Abstand. Den Jugendlichen auf ihren Rollbrettern geht man besser aus dem Weg, was man eigentlich gar nicht muss. Die beißen gar nicht, so wie es behauptet wird. Jeden Nachmittag treffen sie sich bei schönem Wetter an den Sitzsteinen, um dort Freunde und Kollegen zu treffen und um ihr Hobby auszuüben.

Diese friedliche Gemeinschaft  soll nun, mit aller Staatsgewalt, zerschlagen werden. Man sei zu laut, mache nur Dreck, Touristen bekämen Angst und der Kiosk an der Ecke bliebe nur mäßig besucht. „Natürlich nur wegen der Skater“!

Es ist keine Frage, dass die Stadt nichts für die Jugendlichen täte, immerhin gibt es einen Skatepark in Speyer-Nord. Und natürlich hat jeder Lust, einmal mit dem Fahrrad komplett durch Speyer zu radeln, um nach dem anstrengenden Sport wieder den kompletten Weg zurück zu fahren .

Lass’ doch einfach mal den Dom nach Speyer-Nord stellen, mal sehen wie viele Touristen dann noch hingehen .

Als öffentlich deklarierte Örtlichkeit muss der Domplatz als zentraler Treffpunkt für die skatenden Jugendlichen unbedingt erhalten bleiben, sofern keine entsprechende Alternative gefunden wird.

Statt Sport zu treiben, könnte man auch älteren Damen die Handtaschen klauen….

Henry Hoppe, 9b