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Mittwoch, 13.12.2017

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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Nachdem wir nun eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ geworden sind, möchten wir hier die Möglichkeit nutzen, um unseren Weg dorthin zu schildern.

Alles begann damit, dass sich die Gesamtkonferenz einstimmig für dieses Projekt und somit gegen Rassismus aussprach. Viele Lehrer nahmen das zum Anlass, sich auch im Unterricht mit der Thematik zu beschäftigen. Der Sozialkunde-Leistungskurs 12 zum Beispiel nahm in diesem Rahmen erfolgreich an einem Bundeswettbewerb teil, befragte dafür aktive Rechtsextremisten und führte in der Fußgängerzone Umfragen durch. Darüber hinaus informierten wir unsere Mitschüler mehrere Wochen lang mit Stellwänden im kompletten Schulgebäude. Zudem erstellte ein Deutsch-Leistungskurs eine Ausstellung über die Gefahren des Rechtsradikalismus.

All dies war Teil der umfassenden Information an Schüler und Lehrer - mit dem Ziel, sich nun durch eine Selbstverpflichtung aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung auszusprechen.

Diese Selbstverpflichtung beinhaltet unter anderem, dass sich jeder Schüler dafür einsetzt, langfristige Projekte und Initiativen gegen Rassismus zu unterstützen sowie Gewalt, Rassismus und Diskriminierung über all dort zu bekämpfen, wo sie ihm begegnet.

Nach der Auszählung der Stimmen kamen wir auf ein erfreuliches Ergebnis – 95% aller am Schulleben beteiligten Personen haben diese Selbstverpflichtung unterschrieben! Der verliehene Titel soll aber keine Auszeichnung für bisher Erledigtes sein, sondern ist eine Selbstverpflichtung, sich in der Gegenwart und Zukunft weiterhin gegen Diskriminierung und Rassismus auszusprechen.

Um den bisherigen Erfolg zu sichern, wurden jüngst Streitschlichter ausgebildet, die sich bei ihrer Arbeit auch mit dieser Thematik beschäftigen. Ebenfalls ist die Gründung einer AG gegen Rassismus in Planung und unser Pate Elias Harris, ehemaliger Schwerdler, hat uns zugesagt, dieses Projekt zu unterstützen. Die Theater-AG des Schwerd-Gymnasiums wird zudem demnächst ein neues Stück mit dieser Thematik einüben, und die diesjährige Mottowoche mit dem Wert „Respekt“ wird ebenfalls ihren Beitrag leisten.

Wir freuen uns außerdem, die Stadt Speyer auf ihrem Weg, eine „Stadt ohne Rassismus“ zu werden, unterstützen zu können und durch die Verleihung des Titels auch die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, womöglich auch um weiteren Schulen, Institutionen und auch Städten den Anreiz zu geben, sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen.

Fabian Stassek, Christoph Ritter